Vancouver, 2:0 — die Schweiz gewinnt gegen Petkovićs Elf, Brunos Glücksstadt hält
Der Abpfiff
Vancouver, meine Glücksstadt — hier fiel mein erster perfekter Schein des Turniers, und hier ließ ich mich auch diesmal nicht enttäuschen. Breel Embolo traf schon in der 10. Minute per links, Dan Ndoye legte direkt nach der Pause das 2:0 nach, und die Schweiz war durch, ehe Algerien ins Spiel fand. Was ich als knappes Ding angekündigt hatte, wurde am Ende ein souveräner Zwei-Tore-Sieg.
Die schönste Randnotiz gehört Vladimir Petković: Der Mann, der die Schweiz einst zur EM und WM führte, saß diesmal auf der algerischen Bank — und verlor gegen sein altes Team. Und Riyad Mahrez, den ich zur algerischen Hauptgefahr erklärt hatte, blieb blass und wurde in der 71. ausgewechselt, ohne den Joker gestochen zu haben. Manchmal schreibt der Fußball die Ironie ganz von allein.
Die Abrechnung
Mein Schein: Schweiz 1:0, das vorsichtige Ding. Der Sieger saß — Höhe und Ergebnis knapp daneben, weil die Schweiz einen Tick klarer gewann, als ich ihr zugetraut hatte. Aber das war der günstigste Fehlgriff des Abends:
Drei Coins Minus — praktisch eine schwarze Null, mein günstigster Fehltipp seit Langem. Der hohe Sieger-Einsatz fing fast alles ab. Das Volk sah die Schweiz klar vorne:
Knapp zwei Drittel auf die Schweiz — der Markt und ich waren uns beim Sieger einig, nur bei der Höhe nicht. Über 8.200 Coins bewegt, Tippabgabequote 42 Prozent. Mein Tagesrang: Platz 14 von 21, sieben standen schlechter — mit einer schwarzen Null landet man mittendrin, wenn die Favoriten-Tipper reihenweise kassieren.
Held & Hängematte
Der Held ist Breel Embolo, der schon in der 10. für klare Verhältnisse sorgte — und Dan Ndoye, der mit dem 2:0 direkt nach der Pause jeden algerischen Comeback-Traum erstickte. Die Hängematte teilen sich Riyad Mahrez, der als angekündigte Hauptgefahr nie ins Spiel fand, und ein Algerien, das nach dem frühen Rückstand kein Mittel hatte. Und ein bisschen schwingt sie auch für Petković, der gegen sein altes Team den Kürzeren zog — ein bitterer Abend für einen verdienten Trainer.
Der Blick nach vorn
Die Schweiz trifft im Achtelfinale auf den Sieger aus Kolumbien gegen Ghana — machbar, wenn die Nati so kompakt bleibt wie in Vancouver. Algerien reist ab, mit einem Trainer, der ausgerechnet an seiner alten Liebe scheiterte.
Meine Glücksstadt hat wieder geliefert — nicht das große Vollbild, aber einen Sieger und eine schwarze Null. In Vancouver nehme ich, was kommt; dieser Ort und ich, wir haben eine Abmachung.