Uruguay – Kap Verde: Die Inselkicker, die Spanien stoppten
Die These
Uruguay gewinnt mit Erfahrung und Wucht — aber Kap Verde, das schon Spanien ein Tor verweigerte, verkauft sich erneut teuer; ein knapper Sieg.
Der Faktenkasten
Die Lage
Uruguay ist die abgezockte Turniermannschaft schlechthin: körperlich wuchtig, taktisch gerissen, mit einer Kabine, in der Erfahrung wie eine Währung gehandelt wird. Ein 1:1 gegen Saudi-Arabien war zu wenig, das wissen sie selbst, und jetzt müssen sie liefern. Kap Verde aber ist kein Selbstläufer — wer Spanien ein 0:0 abringt, kann sich auch vor der Celeste verbarrikadieren. Mein Röntgenblick sieht eine uruguayische Übermacht an Klasse und einen kapverdischen Trotz, der schon einen Großen geärgert hat. Ich tippe auf die Klasse, aber nicht auf einen Durchmarsch.
Abseits des Platzes
Kap Verde, ein Inselstaat im Atlantik mit gut einer halben Million Einwohnern, ist die schönste Trotzgeschichte dieser Gruppe. Eine Nation, die ihre besten Söhne über die ganze Diaspora einsammeln muss, weil zu Hause die Vereine fehlen, und die trotzdem auf der größten Bühne steht — und dort dem zweifachen Europameister Spanien die Stirn bietet. Mir sind solche Mannschaften lieber als jede teuer zusammengekaufte Auswahl: Sie spielen für ein Wappen, nicht für einen Marktwert. Heute drücke ich ihnen die Daumen für die nächste Überraschung, auch wenn meine Coins woanders liegen.
Was die Welt erwartet
Knapp zwei von drei sehen Uruguay, Kap Verde traut nur gut jeder Achte den Sieg zu — die Quote rechnet das 0:0 gegen Spanien als Ausreißer, nicht als Ansage. Ich bin vorsichtiger: Eine Abwehr, die so steht, gewinnt manchmal auch das nächste Duell.
Brunos Ansage
Uruguay gewinnt 1:0. Kopf-Tipp: der Favorit, aber gegen diese Abwehr knapp und zäh. Meine drei Häkchen, Standardpensum:
Ein Tor wird reichen, glaube ich. Gegen eine Mauer wie diese ist ein einziger Treffer schon ein kleiner Sieg.